SCHWEIGEN, BUCKELN, BAUCHPINSELN

Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die freie Presse seines Landes zerstört hat

Bericht: Hasnain Kazim | Medien | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016


Foto: Mahir Zeynalov/twitter

Foto: Mahir Zeynalov/twitter

Es gibt einen beliebten Witz, der in diesen Tagen in unterschiedlichen Varianten die Runde im Internet macht: Fotos von großen Menschengruppen, aber in Wirklichkeit ist es immer dieselbe Person: Recep Tayyip Erdoğan. Was auf den ersten Blick lustig aussieht, ist es keineswegs. So nämlich wünscht der türkische Staatspräsident sich seine Bevölkerung: Alle sollen denken wie er, niemand darf ihm widersprechen. Überall nur Erdoğan. Erdoğan ist die Türkei, was wiederum Journalisten, die kritisch über ihn schreiben, zu Staatsfeinden macht.

Das mit Abstand meistgenutzte Medium in der Türkei ist das Fernsehen. Und tatsächlich: Wohin man auch zappt, Erdoğan ist allgegenwärtig. Vor Wahlen sowieso, aber auch sonst. Die Sender übertragen jede Rede von ihm in voller Länge, und Erdoğan redet oft und viel. Zum Beispiel lädt er Nachbarschaftsvorsteher – wichtige Leute in ihrem jeweiligen Ort – in seinen Präsidentenpalast in Ankara und erzählt ihnen seine Sicht auf Gott und die Welt.

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