Katharinas Nachtwache Was in Wiens Partyszene passiert -Veranstaltungen im Überblick

Gotta catch 'em all: So geht Veranstalten heute

Lexikon | Katharina Seidler | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Der einzige Grund, warum wir noch kein Pokémon Go auf dem Handy haben, ist Facebook. Damit verlieren wir nämlich so viel Lebenszeit, dass eine virtuelle Monsterjagd unseren Arbeits- und Freizeitrhythmus endgültig aus dem Gleichgewicht bringen würde. Die genialste Business-Idee der letzten Zeit sind Pokémon-Partys, die Besucher mit eigens installierten Pokémon-Lockmodulen anziehen. Am 10. August findet erstmals ein "Pokémon Go XXL Lockmodul Rave" in Wien statt, sowohl open air als auch indoors. An den Decks steht ein mysteriöser DJ Pikachu und es gibt Gratis-WLAN und Handy-Aufladestationen, damit dem Fangen der Taschenmonster nur ja kein kurzlebiger Akku im Wege steht. Können 2500 Facebook-Interessenten irren? Eben. Mit dem "Pokémon Go Eventkalender" existiert nun auch eine Facebook-Seite, mit der man seine Partynächte nach Lockmodul-Events planen kann. Gotta catch 'em all!

FREITAG (05.08.): Spezialtipp für einen Ausflug nach St. Pölten: Im soeben vor der Schließung geretteten Sonnenpark findet heute und morgen das traumhafte "Siluh & Numavi Sommerfest" statt. Die Liste der auftretenden Acts ist beeindruckend, von Sex Jams bis Bul Bul, von Chra bis Gran, Vague und Andreas Spechtl als DJ. Der Eintritt ist frei. In Wien tanzt man in der SummerStation bei der Brigittenauer Brücke mit Techno und House aus dem Technolog-Umfeld durch die Nacht oder kommt bei Kristian Davidek und Urbs im Vestibül ins Schwitzen. Im Fluc wird das neue Wiener Bass-Music-Label Sub Audio aus der Taufe gehoben, Laminat, Gerald VDH und Bört huldigen im Sass König Techno, und im Elektro Gönner sind Blondage und Moran 2000 "Lost in Bass", mit tropischem Sommer-Einschlag.

SAMSTAG: Luis Figueroa beschallt das MQ den ganzen Nachmittag mit Soul, R&B, Hip-Hop, Funky Stuff. Im Volksgarten Pavillon schwelgt der Club Swell Time in 60er-Jahre-Nostalgie, H NN und kidkut verlegen bunte Bass Music und fruchtigen House im Vestibül, und Peter Hartwig und Sugar B widmen sich im Fluc dem Reggae, Dub und Rocksteady. Vor dem Werk am Kanal findet tagsüber die jährliche Graffiti Competition statt, später droppen drinnen Bibi La Brute, Camu und andere Hip-Hop, funky Bass-Sachen und Artverwandtes. Das Sass bekommt Besuch einer Vorarlberger Techno-und House-Delegation rund um Lampert und Markus Lindner.

SONNTAG: Das elektronische Pop-Geschwisterduo Mynth hüllt das Vestibül in silbernen Nebel. seidler@falter.at


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