Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Kokosnusswasser

Coconut Water fürs Blaue-Lagune-Feeling

Stadtleben | BW | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Er macht sich nun also auch hierzulande breit: der Hype ums Kokosnusswasser. Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Ausschlürfen unreifer Kokosnüsse auf den Urlaub in den Tropen reduziert, dann entdeckten diverse findige Getränkehersteller, dass sich die exotische Flüssigkeit - vor allem in Verbindung mit den Schlagwörtern "isotonisch","abnehmen" und "bio" - wunderbar global verkaufen lässt. Gesagt, getan.

Seither ist der Nusssaft nicht nur Standardgetränk vieler Hollywoodschicksen und Poweryogatrainerinnen, es ist längst Mainstreamwasser geworden, das man nicht nur in Dosen und Tetrapacks abgefüllt im Diskonter kaufen, sondern sogar - ganz original - aus jungen Kokosnüssen schlürfen kann. Dass die Früchte dazu einmal um die halbe Welt gereist sind, tut dem Blaue-Lagune-Feeling offenbar keinen Abbruch.

Nun hat auch der Smoothie-Experte Innocent ein Coconut Water auf den Markt gebracht. Das trägt zwar weder ein Fair-Trade-noch ein Biozertifikat, wird aber laut Hersteller nicht eingeflogen, sondern per Bahn und Schiff transportiert. Man habe sich selbst Richtlinien auferlegt, um den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, heißt es vonseiten des Herstellers. In einem halben Liter Coconut Water stecken zweieinviertel gelbe und grüne Kokosnüsse aus Thailand. Die werden zwecks Keimabtötung lediglich pasteurisiert. Zugegeben: Das Ergebnis ist schmackhaft.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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