Kommentar Rechtspopulismus

Die FPÖ und die Macht des Zweifels im politischen Spiel


Benedikt Narodoslawsky
Falter & Meinung | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Am Freitag teilte FPÖ-Chef Strache auf Facebook einen Beitrag des FPÖ-nahen Propagandakanals unzensuriert.at. Das Watchblog "FPÖ Fails" deckte die dreiste Falschmeldung auf. Die Rechten hatten durch manipuliertes Bildmaterial versucht, den Attentäter aus München als türkischen Islamisten darzustellen. Dabei hatte die Qualitätszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung Tage zuvor herausgefunden, dass der Attentäter ein Rechtsextremist war, der Türken und Araber hasste und sich damit rühmte, an Hitlers Geburtstag auf die Welt gekommen zu sein.

Auch wenn die Falschmeldung wieder still und leise von Straches Seite verschwand: Ein bissl was wird schon hängenbleiben bei seinen Lesern. Könnte es nicht doch sein, dass der Attentäter Islamist war? Seine Eltern stammten ja aus dem Iran ... Will uns die Lügenpresse da wieder etwas verschweigen?

Die FPÖ beherrscht das Spiel mit dem Zweifel. So wie damals, nach der Amokfahrt in Graz. Da raste ein psychisch Kranker mit seinem Wagen durch die

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