Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Volksgarten: nicht nur tausend Rosen


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 31/16 vom 03.08.2016

Eine kulinarische Volksgarten-Grätzeltour ist leicht verdientes Schreibergeld, hier ist die Dichte an erwähnenswerter Gastronomie nicht nur rund um den Park enorm, auch im Park selbst gibt es mit Meierei, Pavillon, Säulenhalle und Club ja nicht gerade wenig Orte, an denen man zumindest was zu trinken bekommt. Dass der Theseustempel (noch) kein Café enthält, muss als erstaunlich erachtet werden.

Die Meierei Volksgarten ist ein sympathischer Anachronismus, eine der letzten klassischen Parkmeiereien der Stadt (im Arenbergpark gibt's noch eine), 1924 aus einem Wasserbehälter zur Milchtrinkhalle umfunktioniert, mit Plastiksesseln, Eistruhe, Apfelstrudel, Champignonschnitzel und Spaghetti Bolognese. Auf am Vordach angebrachten Schildern liest man "Ice Cream Soda","Pfirsich Melba","Eis mit Schlag", hier fühlen sich die, denen es im Volksgarten Pavillon irgendwie zu cool ist, wohl, und etwa tausend zahme Spatzen ebenfalls. Schade, dass der Kaffee nicht besser ist.

Hip oder retro essen

Der Volksgarten

  451 Wörter       2 Minuten
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