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Feuilleton | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Jelinek protestiert

Die Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, 69, protestiert gegen die Unterdrückung von Künstlern und Journalisten in der Türkei. Auf ihrer Homepage veröffentlichte sie einen offenen Brief, in dem sie den internationalen Autorenverband PEN für sein Schweigen kritisiert. In dem Land wurden nach dem Putschversuch Mitte Juli zahlreiche Universitätsprofessoren und Richter suspendiert und verhaftet. Nun sind auch Journalisten und Verleger das Ziel von Repressionen. In der Türkei finde derzeit offenbar "ein umfassendes Wissen" statt, wer verhaftet, wieder freigelassen und wer gefoltert werde, schreibt Jelinek in dem für sie typischen poetischen Stil.

Auf die Theoretikerin Hannah Arendt verweisend, vergleicht Jelinek die Lage in der Türkei mit der Situation nach dem Ersten Weltkrieg, in der es ebenfalls eine diffuse Stimmung des Hasses und der "Fahnenschwenker" gegeben habe. Jelinek vermisst ein Engagement seitens der Schriftstellervereinigungen. "Vielleicht

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