Landrand Ruralismus

Mondanbeten hat auch nicht geholfen

Landleben | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Mit etwa 500 Menschen, Zelten und Wagen ließ sich die Rainbow Family of Living Light auf den Almwiesen der Kaiserau nieder. Ein paar Wochen wollten sie bleiben, so lange dauert das jährliche Treffen um den zweiten Vollmond nach der Sommersonnenwende. Nach drei Tagen zogen aber Wolken auf. Das Stift Admont, Eigentümer der Alm, goutierte den Besuch der Loveand-Peace-Bewegten wenig. Sie hätten Feuerln geheizt, und es gäbe dort keine Klos. "Gott hat das Land den Menschen gegeben", konterten die Rainbowers, protestierten singend im Sitzkreis und zogen dann weiter.

Ein Leichtes, jetzt über die Kirche herzuziehen, solang man nicht selber 500 Leute auf seinem Grundstück sitzen hat. Allerdings könnte man mal grundsätzlich über die heimischen Campingregeln nachdenken. Warum es nicht lockerer halten, wie Schweden? Anders als in Österreich darf dort jeder überall wild campen. Auch auf Privatbesitz. Der Rainbow Family nützt das zwar nichts, das Jedermannsrecht gilt für ein Zelt und eine Nacht. Regel: Nicht stören und nichts zerstören, dafür sich morgens am Bach von der Sonne wachblinzeln lassen. Das sollten wir doch auch hinkriegen.


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