Film Neu im Kino

Der Letzte wird der Erste sein: "Naruto"


Sabina Zeithammer
Lexikon | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Neun "Naruto"-Kinofilme gibt es bereits, der zehnte und letzte schafft es nun nicht nur in Japan, sondern auch hierzulande auf die große Leinwand. Ihren Ursprung hat die Geschichte um den Hauptcharakter Naruto Uzumaki in Masashi Kishimotos Mangareihe und den beiden Animeserien "Naruto" und "Naruto Shippūden".

In Tsuneo Kobayashis "The Last: Naruto the Movie" ist der blonde Ninja, in dessen Körper der Fuchsdämon Kyūbi versiegelt wurde, der ihm mit seinem Chakra Kampfeskraft verleiht, längst ein junger Mann. Als Beschützer seines Dorfes wird er von Frauen umschwärmt, nur die Zuneigung der schüchternen Hinata nimmt er nicht wahr. Da schickt der mysteriöse Toneri sich an, Mond und Erde zu zerstören. Zusätzlich entführt er Hinatas Schwester Hanabi, um Hinata zur Hochzeit mit ihm zu zwingen. Begleitet von ihren Ninjafreunden machen Naruto und Hinata sich auf, Hanabi und die Welt zu retten.

Halb Fortsetzung älterer Erzählstränge, halb eigenständiges Werk, ist Kobayashis Film auch für Quereinsteiger geeignet. Die notwendigen Grundzüge des riesigen "Naruto"-Universums werden erklärt, den Rest kann man sich zusammenreimen. (Es schadet aber nicht nachzulesen, was ein Shinobi, ein Hokage, ein Bijuu und das Byakugan ist.)

Im Schauplatzwechsel zwischen Erde und Mond, Realität und Traumwelt nimmt die Geschichte rasch an Fahrt auf und unterhält mit Humor und gruseligen Motiven -von Puppenwesen bis zu gestohlenen Augäpfeln. Schlussendlich erweist sich ihr Kern aber als banaler Konflikt von Gut und Böse, und auch der sympathischen Liebesgeschichte von Naruto und Hinata, die zwischen der Action den größten Raum einnimmt, fehlt es an Tiefe.

Nur am 11., 13. und 14.8. (UCI Millennium City und Hollywood Megaplex Gasometer)


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