Sicherheit

Der Krieg gegen den Terror ist der Krieg gegen die eigene Angst


LUKAS MATZINGER

Falter & Meinung, FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Eine Dienstreise nach Brüssel? Wenn' s nicht sein muss, Chef, eher nicht. Die Wohnung über der Moschee mieten? Na ja, ich weiß nicht, gibt's nichts anderes? Heute Abend ins Stadion? Besser nicht. Nichts riskieren.

Wir haben Angst, unbenannte Angst. Weil ein paar tausend Ungefestigte, die nichts zu verlieren haben außer ihrem Hass, ganz gut darin sind, uns glauben zu lassen, dass sie da sind. Dass sie mächtig sind.

Terror ist der Schrecken und die stärkste Waffe derer, die über keine Waffen verfügen. Sie wollen uns erpressen. Wir, das weiche Ziel, die wir frei, urban und offen leben, sollen uns beugen, sollen vermeiden, sollen ihnen unsere Angst schenken. Die Plätze, Cafés und Strände wollen sie leergeschossen wissen. Uns wollen sie erschrecken. Sonst würden sie Politiker und Polizeistationen angreifen.

"Das Leben, das wir kannten, hat sich in seinen Grundfesten verändert." Wer das sagt, lügt. Wer durch die Straßen der Städte geht, durch Paris, durch London und Wien, wird das

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