"Da kamen die Parteibonzen zu mir"

Vor 30 Jahren wurde Thaddäus Podgorski ORF-Chef. Ein Gespräch darüber, wie die Strippenzieher im Hintergrund Politik im ORF machen

INTERVIEW: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | Medien | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016


Foto: Robert Jäger/APA-Archiv/picturedesk.com

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Wir wissen nicht, ob der Stiftungsrat den SPÖ-nahen Alexander Wrabetz oder den ÖVP-nahen Richard Grasl zum ORF-Chef wählen wird – das stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Aber nach dem Gespräch mit Thaddäus Podgorski wissen wir, wie man ORF-Chef wird. Kaum jemand kennt die Geschichte des Unternehmens so gut wie er, 35 Jahre arbeitete er im Österreichischen Rundfunk, von 1986 bis 1990 war er selbst dessen Chef.

Die Auswirkungen von Intrigen und Postenschacher im ORF hat er am eigenen Leib erfahren. Wenn Podgorski von seiner Zeit im ORF erzählt, erzählt er nicht nur. Er spielt die handelnden Personen förmlich nach. Zitiert er den legendären Kanzler Bruno Kreisky, brummt er wie Kreisky. Spricht er über seinen damaligen Chef Gerhard Freund, imitiert er dessen S-Fehler und seine Stimme geht ins Hans-Moser-Hafte über. Spielt Podgorski Gerd Bacher, der dreimal ORF-Chef und zu seinem Konkurrenten wurde, wird sein Ton schneidig.

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