Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Österreichs ethische Alternativbank sucht zur Gründung Investoren


BENEDIKT NARODOSLAWSKY

Politik | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?", fragte der Dramatiker Bert Brecht in seiner "Dreigroschenoper". Das war im Jahr 1928. Seither haben die Geldinstitute noch an Beliebtheit verloren. Sie ermöglichten ungezügelte Spekulationsgeschäfte und stürzten damit die Welt in eine Wirtschaftskrise, die uns heute noch steigende Arbeitslosenzahlen beschert.

Mit der "Bank für Gemeinwohl" wollen Querdenker in Österreich eine Alternativbank gründen, die nicht auf Profitmaximierung, sondern auf ein besseres Gemeinwohl abzielt. In wenigen Tagen könnte das Projekt zwei Marken knacken: Das Kapital könnte bald die 3-Millionen-Euro-Grenze überspringen. Und die Anzahl der Gesellschafter liegt knapp vor 4000. Zu ihnen zählen etwa der Wifo-Ökonom Stephan Schulmeister, Lisa Muhr vom Fair-Trade-Label "Göttin des Glücks" und der Kabarettist Thomas Maurer.

Um weitere Interessenten vom Projekt zu überzeugen, lädt die Bank für Gemeinwohl am 25. August zur Diskussion mit dem Titel "Ist die Zeit reif für eine ethische Alternativbank in Österreich?". Die Veranstalter hoffen auf eine einsilbige Antwort: ja.

Informationen zur Veranstaltung im Netz unter www.mitgruenden.at

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FALTER 16/19
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