Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Rio

Kolumnen/Zoo | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Es war geplant, wegen der Fußball-EM-Erschöpfung die diesjährigen olympischen Sommerspiele auszublenden. Wegen Schlechtwetters im Urlaub habe ich mir dann doch eine olympische Nacht um die Ohren gehaut. Mit meiner ausgeprägten Fähigkeit, bei Desinteresse an einem Ereignis blitzschnell einen Parallelfilm zu schieben, wurden es ein paar Stunden Fleischbeschau.

Ist doch auch interessant, wie sich die Körper der Leute formen, um ihrer Sportart optimal zu dienen. Ich darf vermelden, dass in der Synchronturmspringerinnenbranche keine Brüste zu entwickeln sind und man auszusehen hat wie zwölf. Beim Bogenschießen ist Figur erlaubt, dafür spannen sie den Bogen bis weit in ihr Gesicht hinein, sodass die Athletinnen aussehen, als wäre bei ihnen die Aufnahmeprüfung in eine Burschenschaft danebengegangen. Sie tragen einen unschönen Nasen-Wangen-Lippen-Schmiss. Anders bei Beachvolleyball der Herren. Das ist ein guter Sport, er macht die Menschen attraktiv. Schwitzende Muskelberge mit wenig an räkeln sich alle paar Sekunden im Sand. Fantastisch. Ein Ball ist da, glaube ich, auch dabei bei dem Sport.


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