"Das war kein Ich-will-Spaß-haben-ich-lebe-mich-aus-Projekt"

Der Schriftsteller Ilija Trojanow trainierte vier Jahre lang 80 Disziplinen der olympischen Sommersportarten und schrieb ein Buch darüber. Ein Gespräch über Körper und Geist, Kämpfen und Scheitern

Feuilleton | INTERVIEW: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016


Foto: Thomas Dorn/laif/picturedesk.com

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Vergangene Woche wurden die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro eröffnet. Bis zum 21. August kämpfen Sportlerinnen und Sportler aus 206 Nationen um Gold, Silber und Bronze, auch zehn Athletinnen und Athleten mit Flüchtlingsstatus nehmen an den Spielen teil.

Der Schriftsteller Ilija Trojanow konsumierte Olympia wie Millionen andere Menschen über Fernsehübertragungen. Doch im Jahr 2012, die Spiele wurden in London ausgetragen, reichte ihm das nicht mehr: „Ich ließ nichts aus, keinen der Endkämpfe, kein Halbfinale, nicht einmal Vorläufe und Qualifikationsrennen, doch so sehr ich von dem Geschehen gepackt war, in mir nagte das Gefühl, das Wesentliche zu verpassen“, schreibt er in seinem aktuellen Buch. Trojanow beschloss, in den folgenden vier Jahren alle 80 Einzeldisziplinen der olympischen Sommersportarten zu trainieren. Von 2012 bis 2016 sollte seine Olympiade stattfinden. Aus dieser aufwendigen Recherche entstand ein tiefer Einblick in die Kultur des Sports. Im Interview spricht Ilija Trojanow über das Scheitern, das Ringen und darüber, was Boxen mit Literatur zu tun hat.


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