Außenpolitik

Trump ist in Schwierigkeiten, aber das Ende dauert noch

Falter & Meinung | FRANZ KÖSSLER | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Man wartet schon lange darauf, dass der miese Charakter des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, sein Hang zu Verschwörungstheorien und abenteuerlichen Positionen endlich auch seine potenziellen Wähler abschreckt. Jetzt gibt es erste Anzeichen dafür. Selbst wichtige Republikaner gehen öffentlich auf Distanz, und Trump fällt in den Meinungsumfragen bis zu zehn Prozentpunkte hinter Hillary Clinton zurück. Seine Kampagne ist ins Schleudern geraten. Für eine Entwarnung ist es jedoch noch zu früh.

In den ersten Wochen nach den Parteikongressen beginnen sich in US-Wahlkämpfen die Kräfteverhältnisse klarer abzuzeichnen. Die Kandidaten haben sich in den Vorwahlen bei der eigenen Parteibasis durchgesetzt, nach den Kongressen beginnt der eigentliche Wahlkampf, und sie müssen die breitere Öffentlichkeit überzeugen. Selten hat ein Kandidat diese Kurve so glatt verfehlt wie Trump.

Anstatt sich an neue Wähler zu wenden, hat er in einer Woche gleich mehrere Kategorien


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