Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Chefredakteur Armin Thurnher ist aus dem Urlaub zurück, aber nicht da. Vortrag in Kärnten, Geburtstagsfeier der Mutter im Ländle (alles Gute zum 97er von der Falter-Redaktion, Frau Thurnher!). Kann man alles nicht absagen, muss man hin.

Chefredakteur Florian Klenk ist irgendwie da, aber hat Urlaub. Immer wieder verirrt sich ein E-Mail mit seinem Absender im Postkasten. Und schaltet man den Fernseher ein, erscheint dort das Gesicht des Urlaubenden und man sieht ihm 20 Minuten lang dabei zu, wie er dem Publikum den Fall Grasser erklärt (siehe Seite 4).

Physisch gesehen fehlen trotzdem beide. Ist die Chefredaktion außer Haus, wird's im Büro leise und leer. Nur im Sitzungszimmer warten Anna Goldenberg, Birgit Witt stock und Matt hias Dusini - allesamt pflichtbewusste Menschen, die selbst dann pünktlich sind, wenn die Chefs fernbleiben.

Dieter Meerfluss*, Olivier Hofh err* und Bernhard Norodoski* (*Namen aufgrund abwesender Chefs nur schlampig von der Redaktion geändert) kommen zu spät und ernten strenge Blicke. Schuld trifft sie dennoch keine. Schließlich gilt das alte Büronaturgesetz: Sitzungen ohne Chefs beginnen später.

Denn dann bleibt kein Platz für Ausflüge in die Weltgeschichte, die in der griechischen Agora der Antike beginnen und in der digitalen Zukunft enden. Keine Schmankerln, keine Rezeptvorschläge. Es wird bloß das kommende Heft besprochen.

Büronaturgesetz Nummer 2: Sitzungen ohne Chefs beginnen später, aber enden früher.


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