Bye-bye, Charlie!


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Falter & Meinung | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Die politische Wüste wächst. Karl A. Duffek war darin eine Oase. Seit 1999 Leiter des Renner-Instituts, diente er Journalistinnen und Journalisten nicht bloß als Auskunftsperson, sondern als Gesprächspartner. An ihn wandte sich, wer hinter die Phrasen des Tagesgeschäfts schauen und Zusammenhänge erkennen wollte. Karl hatte Format und eine Bildung, die ihm Selbstironie und Distanz ermöglichten, ohne ihn je illoyal werden zu lassen. Er war Direktor des Bildungsinstituts einer Traditionspartei in Zeiten, da solche Institute mitunter von Politikern geringgeschätzt und gegenüber medialer Präsentation zurückgesetzt werden. Nicht zu Unrecht wies Karl darauf hin, dass einem Politiker das beste Coaching nichts nützt, wenn er keine politische Substanz hat.

Wir haben nie öffentlich darüber geredet. 1999, ehe er Chef des Renner-Instituts wurde, führten wir Gespräche, weil ich ihn als Politik-Chef zum Falter holen wollte, dessen Autor er war. Er schien nicht abgeneigt; offenbar überzeugte

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