Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Als ein Irrer und ein Fliesenschneider Wien "in Angst versetzten"

Politik | LUKAS MATZINGER | aus FALTER 32/16 vom 10.08.2016

Am Donnerstagmorgen drohte jemand in einem E-Mail mit Terroranschlägen gegen 14 konkrete Ziele in Österreich. Polizeistationen, der Flughafen Schwechat und der Wiener Hauptbahnhof waren darunter. Er schrieb in schlechtem Englisch von Bomben und Gewehren und berief sich auf den IS. Drei Stunden später ging im Wiener Hauptbahnhof ein Sicherheitsalarm los. Die Feuerwehr rückte an, die Geschoße -1 und 0 mussten geräumt werden. Die ersten Medien begannen, diese Ereignisse zu kombinieren, und sprachen Warnungen aus. Die Terrorgefahr schaffte es tags darauf auf viele Zeitungscovers.

Wie sich herausstellte, war der Absender der Mails bekannt, er hatte schon öfter solche Drohungen verschickt -was für echte IS-Attentäter eigentlich äußerst unüblich ist.

Der Alarm im Hauptbahnhof hingegen kam vom Rauchmelder eines Geschäfts, in dem unangemeldet Fliesen geschnitten wurden. Die Gefahr konnte gebannt werden.


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