Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Gurkenwasser

Gurke in der Flasche statt im Glas oder doch Lavendel-Challenge?

Stadtleben | JR | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Für den guten Zweck trinken derzeit mehr oder weniger prominente Menschen das Essigwasser aus Gurkerlgläsern. Damit soll Aufmerksamkeit für die Caritas-Hungerhilfe geschaffen werden. Dass die Gurke flüssig zum Verzehr gebracht wird, hat aber eigentlich nichts mit der Gurke zu tun, sondern mit dem Gurkenglas. Das soll mit Kleingeld gefüllt gespendet werden. Auch in hedonistischen Kreisen findet die Gurke trinkbare Verwendung. Dem Gin Tonic zum Beispiel verleiht die Schale der Salatgurke eine besonders feine Note.

Ganz ohne Gin und Tonic kommt der alkoholfreie Gurkensprudel Cucumis in die 0,33er-Flasche. Es ist laut Hersteller "Deutschlands erstes Erfrischungsgetränk auf Gurkensaftbasis". Einer muss ja damit anfangen. Kommt erfrischend daher, wäre aber noch ein bisschen herber gegangen (vielleicht doch mit Gin?). Den fünfprozentigen Gurkenanteil könnte man locker auf sieben Prozent raufschrauben. Dafür kann man sich den gleich drei Mal auf der Flasche platzierten Hinweis sparen, dass der Gurkensaft vegan ist. Was sonst?!

Gewöhnungsbedürftig ist das Schwestergetränk in der Geschmacksrichtung Lavendel (man ahnt es: "Deutschlands erstes Erfrischungsgetränk auf Lavendelbasis"). Auch weil in dem lieblich-zartvioletten Wässerchen kleine Flankerln schwimmen.

Hilft aber bestimmt gegen Mottenbefall im Mundraum.

Rezensierte Getränke wurden der Redaktion fallweise umsonst zur Verfügung gestellt


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