Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Eine Leserin wandte sich per E-Mail an den Falter und bezweifelte, dass es ihm gelänge, die kompletten "Nachrichten aus dem Inneren" in einen einzigen Satz zu packen, wobei sie ihren Zweifel glasklar als Herausforderung formulierte, da sie wohl wusste, dass es sich bei den "Nachrichten aus dem Inneren" zwar nicht um die längste, aber auch nicht um die kürzeste Kolumne im Heft handelt, wodurch die Herausforderung zwar groß, aber gleichzeitig machbar erschiene, sodass dem Falter gar nichts anderes übrig bliebe, als die Herausforderung anzunehmen, zumal wir in der Redaktion ja immer wieder gerne mit Texten oder Formen experimentieren und bereits seit der Zeitungsgründung im Jahre 1977 die Grenzen des Möglichen getestet haben, was wir uns zugegebenermaßen aber auch nur deshalb leisten können/konnten, weil wir uns nicht so sehr an starre Regeln halten müssen, die für viele von jenen Zeitungen gelten, die zu einem Medienimperium gehören, in dem Aktionäre das Sagen haben, welche hauptsächlich an Zahlen und weniger an Inhalten interessiert sind, was meist dazu führt, dass Medien zur Erschließung neuer Zielgruppen lieber auf altbewährte Methoden setzen (etwa mit einem "Geschenk" à la Vignette oder Flachbildschirm Abos zu keilen oder inhaltlich platter zu werden), anstatt journalistisches Neuland zu betreten, was sicherlich auch der Gefahr geschuldet ist, dass jemand, der Neues wagt, natürlich auch ein potenzielles Scheitern riskiert, und erfahrungsgemäß schon viele Experimente in der Menschheitsgeschichte in die Hose gegangen sind. Leider.


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