Einladung zum Hirnfick

Der Autor Clemens Marschall durchstreift Subkulturen und Saufhütten auf der Suche nach Geschichten

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Er habe kein Handy, nur Internet und Festnetz, mailt Clemens Marschall. Doch keine Sorge, er sei bei Terminen stets fünf Minuten zu früh da. Und tatsächlich: Das Gespräch ist für elf Uhr angesetzt, kurz davor sitzt der 30-Jährige bereits bei seinem Kaffee.

Marschall ist der Herausgeber des großartigen Subkulturmagazins Rokko's Adventures, das seit 2007 halbjährlich erscheint und über Musik, Kunst und Literatur berichtet, von Menschen mit ungewöhnlichen sexuellen Neigungen erzählt, unbekannte Nischen des Praters ausleuchtet, Prostituierte und Gefängnisärzte zu Wort kommen lässt, dem Wiener Abwassernetz nachspürt, beim Ordnen der Plattensammlung einer US-Punklegende dabei ist -oder Texte von Stefanie Sargnagel zu einem Zeitpunkt druckt, als sie gerade eine bessere Handvoll Facebook-Freunde hat. Überraschen wolle er mit dem Heft, sagt Marschall, unvorhersehbar bleiben und der Leserschaft mit den diversen Abenteuern "ein paar Hirnficker" liefern.

Seinen Lebensunterhalt verdient


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