Landpartie

Erlebnisse fürs Wochenende

Landleben | L. Gasser | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Am äußersten Rand Tirols hat der Größenwahn zugeschlagen. 2014 wurde in Reutte die längste Fußgängerhängebrücke der Welt eröffnet. Anfangs wollten die Erbauer keine Rekorde brechen, mit der Zeit klang der Gedanke an die längste Brücke der Alpen immer verlockender. Am Ende wurde es die größte der ganzen Welt.

100 Meter hoch ist sie nun und viermal so lang, da kann einem schon mulmig in der Bauchgegend werden. Vor allem weil der Metallgitterboden durchsichtig ist. Von der schönen Burgenwelt Ehrenberg latscht man eine gute halbe Stunde durch den Wald den Hügel hinauf, was auch Faule schaffen sollten.

Der Zutritt auf die Brücke ist leider recht kostspielig: Acht Euro kostet er für einen Erwachsenen. Die "highline179" hängt von hier aus über die Fernpassbundesstraße B179 zum "Fort Claudia". Besucher können sich in frühere Zeiten zurückdenken, als diese Festung Mittelpunkt von Kriegen war. Erst nahmen sie die Schweden ein, dann die Spanier.

Heute könnte die Umgebung friedlicher nicht sein. Von der Hängebrücke sieht man auf den Lech, einen der letzten wilden Flüsse Europas, auf dem man auch Boot fahren kann. Zum Essen und Übernachten rentiert sich der Landgasthof Klause in der Burgenwelt. Hier lassen sich mittelalterliches Flair genießen und die Gipfeltouren der nächsten Tage planen. In der Alpentherme Ehrenberg entspannen Wanderer ihr Gebein und werfen einen letzten Blick zurück. Auf den hohen Stolz Westtirols.

NACH REUTTE, AUF DIE ALLERLÄNGSTE FUSSGÄNGERHÄNGEBRÜCKE

Warum dorthin?

Um mit Höhenmut anzugeben

Wo essen?

Im Landgasthof Klause

Und dann?

Boot fahren auf dem Lech, wandern in der Naturparkregion Reutte, sich in der Alpentherme runzlig blubbern


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige