Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Vor einigen Tagen kündigte Arianna Huffington an, sie werde ihre Funktion als Chefredakteurin der Onlinezeitung Huffington Post, die sie gemeinsam mit Kenneth Lerer und Jonah Peretti 2005 ins Leben gerufen hatte, zurücklegen. Kurz nachdem der Medienkonzern AOL 2011 die Seite um 315 Millionen US-Dollar gekauft hatte, titelte die Columbia Journalism Review: "Wie die Huffington Post das Internet aß". Wie ging das?

Das Konzept der Huffington Post ist, sich neben Redakteuren (die der Seite 2011 einen Pulitzerpreis bescherten) auf verlinkte Inhalte sowie rund 100.000 Blogger zu verlassen, von denen einige prominente, die meisten aber unbezahlte Schreiberlinge sind. Nur so sei das Geschriebene authentisch, denn der Autor wolle es wirklich, erklärte der Chef der britischen Edition. Echt jetzt? Es funktioniert, weil die Möglichkeit lockt, ein enormes Publikum zu erreichen. Heute ist Huff-Po die fünftbeliebteste Nachrichtenseite weltweit und hat den Charme eines Flohmarkts: Wer sich durch uninteressanten Klimbim wühlt, findet am Ende ein Schnäppchen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige