Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Pop

Factory Floor: 25 25

Elektronische Tanzmusik, im Bandformat produziert. Die gängigste aller Popformeln ist das nicht, genau damit gelang dem britischen Trio aber eines der Alben des Jahres 2013. Technoide Disco-Deutungen wurden mit der Energie des Postpunk kurzgeschlossen und mit Vokalfetzen angereichert, was nicht nur Clubgänger, sondern auch Zuhausehörer und Sitztänzer begeisterte. Für ihr zweites Album sind Factory Floor zum Duo geschrumpft, die Musik ist tendenziell härter, minimalistischer und noch treibender. (DFA) GS

Pop

Andrea Schroeder: Void

Mit ihrer dunklen, geheimnisvollen Stimme und Songs, die sich zwischen Folk, Chanson und noisigem Rock bewegen, hat sich die Berliner Singer/Songwriterin Andrea Schroeder in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht. Ihre Spezialität sind mantrahafte Songs, deren Intensität aus Wiederholungen und dem stetigen An- und Abschwellen der Arrangements erwächst. "Void" ist ihr drittes Album und klingt ungefähr so, als würden The Bad Seeds eine Nachfahrin von Marlene Dietrich begleiten. Also: toll. (Glitterhouse) SF

Klassik

Trevor Pinnock: Mozart, Haydn

"Serenade", "Divertimento", "Notturno" - so hieß U-Musik im 18. Jahrhundert. Dazu gehören etwa Mozarts Bläserserenade in B-Dur oder Joseph Haydns Notturno in G-Dur in der raren Besetzung für Bläser, Streicher und Orgelleier, entstanden für den neapolitanischen König Ferdinand IV., der sich selbst am Instrument versuchte. Beide Werke hat Trevor Pinnock mit den Solisten der Royal Academy of Music aufgenommen. Man kredenzt reizvolle Unterhaltungsmusik, die die Ohren erfreut und das Gemüt erheitert. (Linn Records) MDA


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