Der Menschenlieber

Willi Resetarits prägt Österreich seit knapp einem halben Jahrhundert mit seiner Musik und seinem Engagement: als linker Aktivist, Vorstadtprolet Kurt Ostbahn und Gründer des Integrationshauses

Feuilleton | Porträt: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Die Wolken brauen sich über Floridsdorf zusammen und der Wind wird stärker. Willi Resetarits sitzt in seinem Garten am Bruckhaufen, alles blüht, die Bäume breiten ihre Äste aus, neben dem Tisch steht eine Hollywoodschaukel. Das Haus haben seine Eltern vor einigen Jahrzehnten für sich und ihre drei Söhne gebaut. Jetzt wohnt Resetarits hier mit seiner Frau Roswitha. Ein freundlicher Ort.

„Darf ich der Ostbahn Kurti sein?“, fragt Willi Resetarits, als er den Falter-Fotografen erblickt, und sein Gesicht verzieht sich zu einem breiten Lächeln. Er holt zwei schwarze Gläser aus der Hosentasche und steckt sie auf seine Brille. Verwandlung geglückt.


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