7 Sachen, die Sie über das ALTE ZOLLAMT nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Was, das alte Zollamt steht noch immer?

Eigentlich sollte das Haus am Donaukanal schon vergangenes Jahr geschleift werden. Aber ja, es steht noch.

Warum die lange Verzögerung?

Das alte Zollamt ist eine der größten Asbestbaustellen Österreichs. Für die Sanierung musste es komplett abgeschottet werden, Arbeiter durften nur höchstens zwei Stunden am Stück arbeiten.

Asbest - was ist das noch einmal?

Der Stoff galt lange als "unverwüstliches Wundermaterial". In Österreich ist er aber seit 1990 verboten, weil die Fasern krebsfördernd sind.

Wofür wurde das gesundheitsschädliche Gebäude denn überhaupt errichtet?

Das Zollamt wickelte von 1970 bis 2014 alle Importe und Exporte ab und kontrollierte Waren auf Piraterie und Fälschung. 2014 zog das Amt um und der Club "Kantine" ein. Im Jänner gab's dort die große "Abrissparty".

Wie ist sieben Monate später der Stand der Dinge?

Der Großteil des Asbests ist beseitigt. Nun gräbt sich ein Spezialbagger vom Dach aus Stock für Stock nach unten.

Und wenn er unten angekommen ist?

Dann entsteht auf dem Areal das sogenannte "Triiiple"-Projekt: Drei 100 Meter hohe Türme und ein halb so großer, in denen Wohnungen, Büros, Geschäfte und ein Kindergarten entstehen sollen.

Das dauert doch sicher noch ewig und kostet irrwitzige Summen?

Ja. Mindestens bis 2018, mindestens 240 Millionen Euro.


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