Ein Flecken Freiheit

Rudolfsheim-Fünfhaus ist arm, jung und dicht verbaut. Gut, dass es den Auer-Welsbach-Park gibt

Stadtleben | Rundgang: Birgit Wittstock | aus FALTER 33/16 vom 17.08.2016

Er erinnert ein wenig an den unliebsamen Nachbarn, den man so gerne vergisst: Rudolfsheim-Fünfhaus, der Bezirk mit dem höchsten Migrantenanteil, dessen Einwohner mit nur etwa 80 Prozent des Wiener Durchschnittslohns auskommen müssen, statistisch gesehen die jüngsten der Stadt sind und dicht zusammengedrängt in kleinen Wohnungen leben.

Vor der Wohnungstür sieht es nicht viel besser aus: Weil im 15. vier Prozent der Wienerinnen und Wiener auf nur einem Prozent der Stadtfläche wohnen, beträgt der Grünflächenanteil im Bezirk lediglich neun Prozent - wobei davon wiederum ein Drittel jene wenigen Glücklichen in Beschlag nehmen, die einen der 639 Schrebergärten auf der Schmelz gepachtet haben. Kurz gesagt, es ist eng hier und den Menschen fehlen oft die Luft zum Atmen und der Platz zum Toben. Weshalb der größte Park des Bezirks, der Auer-Welsbach-Park, eine echte Oase inmitten der Wohnwüste ist.

Der Park, fast so groß wie elf Fußballfelder, liegt zwischen dem Technischen Museum


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