Film Neu im Kino

Schreiben oder Lieben: "Agnes"

Lexikon | MO | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Sachbuchautor Walter lernt am Kopierer in der Bibliothek eine Studentin namens Agnes kennen. Die feinnervige junge Frau lässt sich auf eine Liaison mit ihm ein und schlägt dem verkrachten Romancier vor, ihre gemeinsame Liebesgeschichte zu schreiben. Als er sich dabei nicht auf Vergangenes beschränkt, sondern auch Zukünftiges imaginiert, beginnt die Fiktion die Realität zu überholen und das Wort über die Liebe zu dominieren. "Agnes"(Regie: Johannes Schmid) hat den Debütroman des Schweizers Peter Stamm zur Vorlage, setzt dessen erzählerische Raffinesse allerdings eher als Mätzchen (Achtung: Film läuft rückwärts!) um. Da ging schon Agnès Varda vor 50 Jahren mit "Les Créatures" sehr viel weiter. Es spielen Stephan Kampwirth und, ganz ansprechend, Odine Johne.

Ab Fr in den Kinos


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige