Das erste Mal

Der Falter war dabei, als elf junge afghanische Flüchtlinge im Burgenland den ersten Urlaub ihres Lebens verbrachten. Wer den Burschen zuhört, kann viel lernen über das, was wir Integration nennen

Stadtleben | REPORTAGE: LUKAS MATZINGER | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016


Illustration: Georg Feierfeil

Illustration: Georg Feierfeil

Ein kalter Wind beutelt die Boote, die am Rand des Neufelder Sees liegen. Der Mirabellenbaum wirft Früchte auf die Treppen zum Steg, an denen sich die Bienen laben. Das Strandbad ist kaum besucht, das Gasthaus frittiert vor sich hin. Der See ist klar und tief, es schwimmen mehr Fische als Menschen darin. Der Sommer ist alt geworden.

40 Minuten sind es von Wien bis hierher, Neufeld ist der erste Ort hinter der burgenländischen Grenze. Hier, wo an Donners- und Freitagen Porsche-Boxster-Cabrios mit Wiener Kennzeichen in die Carports biegen, deren Besitzer ein verlängertes Wochenende am See begehen, tat sich vergangene Woche für elf junge Männer eine Welt auf. Eine Welt, die sie bisher nicht kannten.


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