Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Nach dem Brand: Altenfelden hat wieder ein Haus für Flüchtlinge

Politik | SIMON SEHER | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Das Haus für Flüchtlinge im oberösterreichischen Altenfelden war fast fertiggebaut, als Unbekannte es Anfang Juni in Brand steckten. Den Schaden in Höhe von 350.000 Euro, der den Betreibern vom Roten Kreuz entstanden war, übernahm die Versicherung.

Dass das Haus an gleicher Stelle wiedererrichtet werden würde, beschloss man wenige Stunden nach dem Anschlag. "Wenn wir das Haus nicht mehr aufgebaut hätten, würde bald jedes Flüchtlingshaus brennen", sagt Klaus Gattringer, Bürgermeister (ÖVP) von Altenfelden. Mehr als zwei Monate später steht es nun wieder.

20 Personen ermitteln immer noch in der Causa, sagt David Furtner von der Landespolizeidirektion Oberösterreich. Dass es ein politisches Motiv gebe, liege auf der Hand, sagt Furtner. Was man mit Sicherheit ausschließen könne, sei das Stammtischgerücht, wonach Flüchtlinge selbst das Haus angezündet hätten. Das sei "kompletter Schwachsinn".

Ende August wird das Haus an das Land Oberösterreich übergeben, das die Bewohner zuteilen wird. Man rechnet damit, dass im September 48 Menschen einziehen werden. Rund 70 Altenfeldner haben sich inzwischen gemeldet, sie wollen die neuen Bewohner des Hauses freiwillig unterstützen.


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