7 Sachen, die Sie über den SOZIALMARKT nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Was ist das eigentlich genau, und wer darf da einkaufen gehen?

Der gemeinnützige Verein Sozialmarkt Wien betreibt drei Geschäfte, für die sich Menschen mit geringem Lebensunterhalt beim Verein registrieren und in denen sie dann Waren zu stark ermäßigten Preisen kaufen können. Was gilt als geringer Lebensunterhalt?

Das Angebot richtet sich an sozial Schwache, von Armut Betroffene. Das heißt an Leute, denen netto maximal 1104 Euro im Monat zur Verfügung stehen (je Kind werden 150 Euro dazugerechnet). Wie viele einkaufsberechtigte Mitglieder hat der Verein?

2008, nach seiner Eröffnung, zählte der Verein 10.000 Mitglieder. Inzwischen sind es bereits 40.000. Allein in Wien gelten 400.000 Menschen als armutsgefährdet, darunter 100.000 Kinder.

Brauchte es dann nicht noch viel mehr Sozialmärkte?

Unbedingt. Am 5. September eröffnet der Verein deshalb eine neue Filiale in Ottakring, zwar musste dafür der Sozialmarkt in Hernals weichen, aber der neue Markt wird auf fast doppelt so großer Fläche betrieben werden.

Warum sind die Waren dort so günstig?

Das Angebot besteht aus leicht beschädigten Artikeln und Produkten, die kurz vor dem Ablaufen sind.

Das heißt aber, es gibt nicht alles, was es in normalen Supermärkten gibt, oder?

Um ein umfassendes Sortiment zu bieten, wird auch vieles zugekauft.

Werden die Sozialmärkte staatlich unterstützt?

Nein, das Projekt funktioniert nur dank freiwilliger Helfer.


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