Stadtrand Urbanismus

Die Neugestaltung der Neugestaltung

Stadtleben | Birgit Wittstock | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Neugestaltungen des öffentlichen Raumes bedeuten nicht automatisch dessen Veredelung. Dass derartige Ansinnen auch ordentlich in die Hose gehen können, zeigt sich nirgendwo so gut wie an zwei der hässlichsten Plätze der Stadt: der Wasserwelt am Kardinal-Rauscher-Platz (Rudolfsheim-Fünfhaus) und dem Christian-Broda-Platz (Mariahilf). Auf Ersterem haben sich Mitte der 90er-Jahre einige Architekten und Bildhauer mittels sieben Brunnen auf einer ansonsten weitgehend zubetonierten Fläche selbstverwirklicht -und das in einem Bezirk, der ohnehin aufgrund seiner dichten Besiedelung über kaum Grünflächen verfügt.

Zum Glück der Anwohner, für die der Platz in Ermangelung anderer Möglichkeiten trotzdem ein wichtiger Freiraum im Grätzel ist, haben sich Reinigung und Instandhaltung der Brunnenanlagen als so teuer und mühsam erwiesen, dass nun die Neugestaltung der Neugestaltung erfolgt: Bis Herbst 2017 sollen hier weniger Brunnen und dafür mehr Grünflächen und Sitzgelegenheiten entstehen. Das lässt hoffen, dass auch der völlig verbaute Christian-Broda-Platz eines Tages gerettet wird.


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