Vorsicht: Österreich wird reformiert

Die Olympia-Bilanz ist dürft ig. Logisch, denn es mangelt an Trainingsmöglichkeiten und guten Betreuern


ABRECHNUNG: JOHANN SKOCEK
Stadtleben | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

In dieser Welt zählen nur Medaillen, und von denen auch nur die goldenen. 71 österreichische Sportler zogen aus nach Rio, kämpften, siegten nie und brachten eine Bronzemedaille heim. Nun ergießt sich ein Schwall von Analysen über Österreich, aus dem Munde von Sportfunktionären wie ÖOC-Präsident Karl Stoss, die bewiesen haben, dass sie nichts zusammenbringen.

Vor vier Jahren hatte Österreichs Olympiateam bei den Sommerspielen in London keine einzige Medaille errungen und 18 Top-Ten-Plätze erreicht. Flugs wurde die Sonderförderung "Rio 2016" mit 20 Millionen Euro ausgelobt, um in Rio viel, viel erfolgreicher zu sein. Der mächtigste und aggressivste Sportfunktionär des Landes, ÖOC-Vizepräsident und Skiverbandspräsident Peter Schröcksnadel, wurde einst von Sportminister Norbert Darabos mit der Projektleitung betraut. Von den Spielen in Rio wollte Schröcksnadel mit "drei bis fünf Medaillen" heimkehren.

Ergebnis? In der von den USA (46 Goldene!) souverän gewonnenen Medaillenwertung

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