Die unendliche Alt-Wien-Geschichte

Gibt die Stadt Wien dem Betreiber der Alt-Wien-Kindergärten noch eine Chance? Wichtige Fragen sind offen

Stadtleben | ÜBERBLICK: LUKAS MATZINGER | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Das öffentliche Gezerre um die Kindergärten des Vereins Alt Wien dauert jetzt schon fast einen Monat. "Alt Wien vor dem Aus", "Neues Vergleichsangebot","Fieberhafte Suche nach Ersatzplätzen". Jeden Tag bringt dieser Streit neue Meldungen hervor, denen außer den Betroffenen kaum einer mehr folgen kann.

Da wäre einmal Richard Wenzel. Er ist der Gründer der Alt-Wien-Kindergärten, 1966 hat er seinen ersten Privatkindergarten eröffnet. Genau 50 Jahre später verfügt er über 33 Standorte, die ihm ein kleines Vermögen beschert haben. Er hat sich einige schöne Immobilien angeschafft und sie in seiner Familie verteilt.

Seitdem die Stadt Wien 2009 den Gratis-Kindergarten eingeführt hat, bekam Wenzel sein Geld nicht mehr von den Eltern der rund 2.000 Kinder, sondern von der MA 10, den Wiener Kindergärten. Ungefähr eine Million Euro an Förderungen waren das im Monat. Die Eltern mussten nur noch die Mahlzeiten der Kinder bezahlen.

Es war im Frühjahr dieses Jahres, als die MA 10 bei der


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