Und Schimmi ging zum Regenbogen

In ihrem Roman "Oh Schimmi" macht Teresa Präauer ihren Helden zum Affen und sich Gedanken über die Geschlechter


LITERATURKRITIK: KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Als sie im vorigen Jahr beim Bachmann-Wettbewerb einen Ausschnitt aus ihrem soeben erschienen Roman "Oh Schimmi" vorlas, wurde Teresa Präauer für den Witz, den Anspielungsreichtum und die Lockerheit ihres Textes einhellig gelobt.

Jurorin Sandra Kegel etwa zeigte sich entzückt darüber, dass die Wendung "sich zum Affen machen" hier in allen Facetten durchgespielt werde. Der Titelheld und Ich-Erzähler führt sich nämlich nicht nur ganz generell ziemlich daneben auf, sondern schlüpft im Finale tatsächlich in ein nicht sonderlich imposantes Affenkostüm "aus der Daktari-Zeit", um endlich bei der angebeteten Nini, dieser "Schönheit des White Trash", zu landen. Diese verweigert sich den affigen Avancen zwar beharrlich, was den aufdringlichen Möchtegern-Lover aber nicht anficht, weiß er doch: "[I]hr Nein meint ein Ja."

Dass der englisch getaufte "Jimmy" im Deutschen zu "Schimmi" mutiert und so auch noch in die Nähe des bekannten "Tatort"-Kommissars gerät, ist Bestandteil der sprachlichen

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