Wie tollkühne Männer in fliegenden Kisten die Wettervorhersage erfanden

Feuilleton | KN | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Der Beruf des Meteorologen ist relativ jung. Kaum einer der Pioniere dieses Forschungszweiges der Geowissenschaften übte ihn ausschließlich aus. Benjamin Franklin (1706-1790), dem wir die Einsicht in die elektrische Natur des Blitzes verdanken, war Philosoph und Staatsmann; Luke Howard (1772-1864), auf den das bis heute gültige System der Klassifizierung von Wolken zurückgeht, Pharmakologe und Apotheker in London. John Constable (1776-1837) wiederum, der -neben Jacob van Ruisdael und seinen um ein Jahr jüngeren Landsmann William Turner - als einer der größten Wolkenpinsler der Kunstgeschichte gilt, begleitete seine "Himmelsstudien" mit präzisen meteorologischen Aufzeichnungen und fasste die Landschaftsmalerei als einen Zweig der Naturphilosophie und die Gemälde als deren "Experimente" auf.

In seinem Buch "Das Wetterexperiment" erzählt der studierte Soziologe und Historiker Peter Moore (Jg. 1983) von den Pionieren der Meteorologie, hauptsächlich des 19. Jahrhunderts und mit Fokus


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