Kolumne Außenpolitik

Die Syrien-Krise macht Russland zur Macht am Mittelmeer

FRANZ KÖSSLER | Falter & Meinung | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Im September vor einem Jahr hat Russlands militärische Intervention in Syrien begonnen. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sollte sie zwei Ziele erreichen: die legitime Macht in Syrien (das Assad-Regime) stabilisieren und die Voraussetzungen für einen politischen Kompromiss (mit der Opposition) schaffen. Das würde den Bürgerkrieg beenden, die Einheit des Staates garantieren und den Flüchtlingsstrom eindämmen. Russland wollte politische Kontinuität -weiterhin eine freundlich gesinnte Regierung, aber nicht unbedingt mit Assad an ihrer Spitze.

Im vergangenen März verkündete Putin den Abzug des Großteils des russischen Kontingents. Fünf Monate später jedoch ist die Entscheidungsschlacht um die zweitgrößte und wirtschaftlich wichtigste Stadt des Landes, Aleppo, in vollem Gang, und Russland spielt eine zentrale Rolle.

Eine Million Menschen leben noch in der geteilten Stadt, sie werden von allen Seiten von verfeindeten Armeen beschossen. Das Bild des kleinen Buben Omran,

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