Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Die Seestadt Aspern und der stinkende Südwind


BIRGIT WITTSTOCK
Politik | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Im April habe es begonnen: Der nächtliche Südwind brachte Böen üblen Gestanks über die Bewohner der Donaustädter Seestadt. Als fauligen Mülltonnenmief beschreibt es so manch olfaktorisch geplagter Anwohner. Mehrmals habe man das Problem gemeldet. Geschehen sei nichts. Während jene, die in den oberen Etagen der Häuser am Südrand der Seestadt wohnen, immer wieder vom unerträglichen Gestank aus dem Schlaf gerissen werden, sprechen andere von "Landluft" oder riechen schlichtweg gar nichts Außergewöhnliches.

Vergangene Woche gab es dann endlich Besuch von Feuerwehr und Wien Kanal. Doch auch die entdeckten keine möglichen Ursachen. Der ratlose Bezirkschef Ernst Nevrivy (SPÖ) schlägt nun eine Dokumentation mittels Geruchsdatenblatt vor -so manch Anwohner die Nachschau andernorts: Das Kompostwerk Lobau, die größte Kompostieranlage des Landes, liegt keine sechs Kilometer Luftlinie von der Seestadt. Im Süden.


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