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Pressekolumne

Medien | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 34/16 vom 24.08.2016

Wie wird die Welt in 1000 Jahren aussehen? Diese Frage ist ebenso interessant wie sinnlos, weil man sie zwar gern beantworte bekäme, aber doch nie seriös beantwortet bekommt. Was man allerdings heute schon weiß, ist, wie sich ein Visionär vor hundert Jahren die Welt in tausend Jahren vorgestellt hat. Das ist aufschlussreich, weil uns so eine Geschichte viel über das Heute erzählt. Die halbjährlich erscheinenden Reportagen - ein Schweizer Magazin mit Hang zu guten Geschichten - gestaltete in seiner 30. Ausgabe eine Nummer über die Zukunft und packte ein Stück des französischen Science-Fiction-Schriftstellers Jules Verne aus dem Jahr 1889 ins Heft.

Jules Vernes "Centropolis" handelt von einem Tag im Leben des Medienmoguls Francis Benett im Jahr 2889. Er schreibt etwa: "Das durch einen Fernsehapparat ergänzte Telefon ist eine weitere Errungenschaft unserer Epoche! Obgleich die Übermittlung der menschlichen Stimme durch den elektrischen Strom schon sehr alt ist, wurde Bildübertragung doch erst vor relativ kurzer Zeit möglich." Handy! Skype! Ging viel schneller, Jules.


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