Ich glaub, mein Spatz pfeift!

Heinrich Steinfest hat einen Fantasy-Thriller geschrieben und vergessen, die Bremsen zu lösen

Feuilleton | BUCHKRITIK: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Der in Albury, Australien, geborene, in Wien aufgewachsene und in Stuttgart lebende Autor und Künstler Heinrich Steinfest (Jahrgang 1961) ist ein Mann, der kleckert und klotzt zugleich. In seinem bekanntesten Buch, dem für den deutschen Buchpreis nominierten Roman "Der Allesforscher" (2014), wird der Protagonist von einem Klumpen eines explodierenden Walkadavers ins Koma geknockt und überlebt, kaum aus dem Krankenhaus entlassen, einen Flugzeugabsturz.

Dem Protagonisten aus der soeben erschienen 600-Seiten-Schwarte "Das Leben und Sterben der Flugzeuge" fällt zwar nur ein totgeschossener Spatz auf den Dez, aber nachdem dieser der nämlichen Gattung angehört, ist der Aufprall durchaus beträchtlich.

Zugleich ist der Spatz von Paris, der sich Quimp nennt, das parallelweltliche Pendant zu einem deutschen Kommissar, dem das Herz eines verunfallten österreichischen Skifahrers implantiert wurde, der mit Nachnamen Blind heißt, seinen Vornamen aber vergessen hat und einen Flugzeugabsturz überleben


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