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IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Letztens schrieb ich hier über Smileys und Emojis und wie geeignet diese sind, um Humor auszudrücken. Eine weitere praktische Innovation des digitalen Zeitalters muss ich hinzufügen: Hashtags. Die sind besonders beliebt, um zu kennzeichnen, wenn man etwas ironisch oder sarkastisch meint. Im Jahr 2013 versuchten holländische Sprachwissenschaftler sogar, einen Algorithmus zu entwickeln, der sarkastische Tweets erkennt. (Unverbindlicher Vorschlag für einen Werbeslogan: Ob ich lache oder nicht /der Algorithmus für mich spricht.)

Trainiert wurde dieser an Tweets, die mit dem Hashtag #sarcasme (niederländisch für Sarkasmus) versehen waren. Anschließend ließ man eine riesige Datenbank mit 3,3 Millionen Tweets analysieren. Das Ergebnis: Der Algorithmus war äußerst unpräzise und tat sich schwer, Sarkasmus verlässlich zu erkennen. Dafür fanden die Forscher einige Kennzeichen von Sarkasmus -übertrieben positive Ausrufe, #NOT, #LOL -und beobachteten, was häufige Ziele sind: Hausaufgaben, das Wetter, Öffis und Staubsaugen.


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