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Falter & Meinung | ARMIN THURNHER | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Fast ein Jahr lang hat Sibylle Hamann an dieser Geschichte geschrieben. Nein, sie hat sie ein Jahr lang gelebt. Was sie im Falter auf fünf Druckseiten erzählt, ist die Entwicklung ihrer Freundschaft zu Fatima, die aus Syrien hierher flüchtete. Die Beziehung der beiden Frauen spiegelt viel von dem, was man gern Flüchtlingsproblematik nennt. Hamann beschönigt nichts, aber sie zeigt, was man mit gutem Willen und Engagement erreichen kann. So eine Geschichte scheint gerade in Zeiten wichtig, da im Zusammenhang mit Flüchtlingen fast nur noch von Ressentiment, Angst und Repression die Rede ist.

Wir leben in krisenhaften Zeiten. Wie wechselhaft die sind, erfuhr Ferhal Utku, eine im ersten Wiener Gemeindebezirk aufgewachsene österreichische Ärztin mit türkischen Wurzeln, als sie ihre österreichische Staatsbürgerschaft einbüßte, ohne sich dessen bewusst zu sein. Nina Brnada besuchte Utku in Istanbul und beschreibt ihren Fall, der, so steht zu befürchten, kein Einzelfall bleiben wird.

Ein Einzelfall bleibt hingegen Wolfgang Fellner. Einzelfall, aber Wiederholungstäter. Seit bald 40 Jahren gründet er Medien, die, wenn schon nicht Österreich, so doch hoffentlich ihn selbst bereichern. Benedikt Narodoslawsky und Florian Skrabal, Chef der Rechercheplattform Dossier, haben ihn für diese Ausgabe interviewt. Sie stützten sich dabei auf Material, das von Dossier gesammelt worden war und auf dossier.at veröffentlicht wird. Chefgrafiker Raphael Moser spendierte das Cover als kleines Zehn-Jahres-Geschenk für Fellners Blatt Österreich.


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