Ganz schön wienerisch

Von Otto Wagner bis Smartphone - im Alois-Drasche-Park auf der Wieden ist jede Menge los. Zu Recht?

Stadtleben | RUNDGANG: ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Es wimmelt und es ist laut. Im riesigen, ovalen Drahtkäfig finden ein Fußballund ein Basketballspiel parallel statt. Jedes Mal, wenn ein Ball gegen das Gitter prallt, scheint die gesamte Umgebung zu vibrieren. Auf den beiden Spielplätzen wird gekraxelt, gelaufen und gequietscht, was das Zeug hält. Von den Holzbänken dringen Gesprächsfetzen in verschiedenen Sprachen und Musik aus Smartphones. Ein Kind beschwert sich, weil es nicht auf dem Spielzeugtraktor fahren darf. Ein anderes soll sich jetzt sofort die Hände waschen. Ein drittes fällt hin und weint.

Für wahre Veteranen des Alois-Drasche-Parks herrscht hier aber Mitte August eine beschauliche Ruhe: "Jetzt sieht man, wo sein Kind ist", meint eine Großmutter, die über ihre Enkeltochter im Volksschulalter wacht. Käme man bei schönem Wetter in der Schulzeit am Nachmittag, sei es dreimal so voll. Warum kommen alle her?

Zunächst einmal leben in der Umgebung des 16.000 Quadratmeter großen Parks viele Menschen. Er liegt in dicht


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