"Das Web 2.0 haben wir völlig verschlafen"

Georg Niedermühlbichler soll die SPÖ als Partei wieder flottmachen. Wie kann das funktionieren? Ein Gespräch

Politik | INTERVIEW: BARBARA TÓTH | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Die SPÖ, das ist, in der Fachsprache der österreichischen Innenpolitik, immer noch "die Löwelstraße". Hier steht die Parteizentrale, hier war einst auch das Machtzentrum der Partei. War. Denn unter Werner Faymann wurde Politik vor allem im Kanzleramt gemacht. Der Ex-SPÖ-Chef war so selten in seinem Büro in der Löwelstraße, dass er es seinen Parteigeschäftsführern - zuletzt Gerhard Schmid - überließ. Jetzt wird umgebaut. Christian Kern will immer montags in der Löwelstraße 18 arbeiten, genau in dem geräumigen Eckzimmer mit Blick auf Burgtheater und Rathaus, in dem einst auch Bruno Kreisky saß. Aber mit Zimmerauffrischen ist es nicht getan. Die SPÖ als Unternehmen ist stark reformbedürftig. Wie stark, darüber hat der Falter mit dem neuen Parteigeschäftsführer Georg Niedermühlbichler gesprochen.

Falter: Herr Niedermühlbichler, die SPÖ hat keinen Organisationssekretär mehr, keine Grundlagenabteilung, kein internationales Referat. Sind Sie ein König ohne Reich?

Georg


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