Kunst Vernissagen

Martin, ab in die Ecke und schäm dich

Lexikon | NS | aus FALTER 35/16 vom 31.08.2016

Als Macho erster Güte, jedoch nicht ohne XL-Portion Selbstironie, inszenierte sich Martin Kippenberger, dem das Kunstforum jetzt eine Retrospektive widmet. Heute reißen sich die Sammler um die Gemälde des Künstlers, der das alte Medium gern auf die Schippe nahm und den weit mehr umtrieb, als bloß den Pinsel zu führen. Vor allem der Sprachwitz des wohl weltbesten Titelerfinders wird bei der Schau herausgekehrt. Dabei hat der 1997 im Alter von nur 44 Jahren in Wien verstorbene Rheinländer sämtliche Medien bedient, sei das nun Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Installation oder Performance. Die Schau zeigt den begnadeten Selbstdarsteller von den ersten Aufklebern bis zu den letzten Ölbildern, darunter Highlights wie das Gemälde "Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken", nicht nur ein Scherz auf die NS-Kunst.

Kunstforum, Mi 19.00, bis 20.11.


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