Neue Platten

FEUILLETON BÜCHER : PLATTEN | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Pop

Max Romeo: Horror Zone

Der jamaikanische Sänger Max Romeo hat, wie so viele Reggae-Musiker, eine wechselhafte Karriere hinter sich. Sein beseeltes Frühwerk "War ina Babylon" (1976), produziert von Dub-Magier Lee Perry, gilt als Meisterwerk des politischen Roots-Reggae. Später erlag Romeo den Verlockungen des Ruhms und ging für einige Jahre in New York verschütt. Mit "Horror Zone" gelingt ihm nun ein sozialkritisches, alles andere als mildes Alterswerk, das ganz selbstverständlich an den Klassiker von einst anschließt. (Nu Roots) SF

Jazz

Joe Lovano Quartet: Classic! Live in Newport

Sind die schrägen Dissonanzen, die Lovano gleich zu Beginn dieses Livemitschnitts von 2005 seinem Tenor entlockt, gewollt oder muss er sich erst einblasen? Und warum hat er es -im Unterschied zu seiner Rhythm Group -gar so eilig? Die leichtfingrige Eleganz von Pianist Hank Jones (1918-2010) steht jedenfalls in seltsamem Kontrast zu Lovanos notenreicher Hyperexpressivität, was ein bisschen so wirkt, als hätte man Fred Astaire und Marika Rökk zu einem gemeinsamen Auftritt überredet. (Blue Note) KN

Klassik

Quatuor Giardini: Il était une fois

Es war einmal Das Quatuor Giardini interpretiert Arien aus französischen Opernraritäten in der Fassung für Klavierquartett und zwei Stimmen (Jodie Devos, Caroline Meng) und schafft so ein charmant erzähltes Märchenwunderland. Von Offenbachs "Reise zum Mond" und Rillés "Der kleine Däumling" geht es über Massenets "Cendrillon" bis zu Fundstücken wie Charles Silvers "Dornröschen" oder Gaston Serpettes Operette "Das Fräulein vom Amt". Opernhäuser dieser Welt, auf die Bühne damit! (Alpha) MDA


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