"Ich bin ziemlich stur"

Wie sieht ihre Traumschule aus? Was hat sie in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit geleistet? Wie will sie die Bildungsreform schaffen? Ein Besuch bei Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid

POLITIK | GESPRÄCH: NINA BRNADA UND FLORIAN KLENK FOTO: CHRISTOPHER MAVRIČ | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Bundeskanzler Christian Kern sprach bei seinem Amtsantritt von einem New Deal und hob dabei besonders die Bildung hervor. In diesem Bereich ist bisher von einem Aufbruch aber nicht viel zu bemerken. Die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, 48, zuvor Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, sieht sich denselben Problemen gegenüber wie all ihre Vorgängerinnen. Sie übernahm eines der schwierigsten Ressorts der heimischen Politik, es ist Spielwiese von ideologischen Kämpfen, Spannungsfeld zwischen Bund und Ländern, der Bereich strotzt vor Intransparenz und schlechten Ergebnissen.

Immerhin fließen jetzt 750 Millionen Euro aus der Bankenabgabe in den Ausbau von Ganztagsschulen. Der Anfang einer Wende?

Falter: Frau Unterrichtsministerin, wagen wir zu Beginn ein kleines Experiment. Nehmen wir an, es gäbe in Österreich keine Lehrer, keine Schulen, keine Lehrergewerkschaften. Sie könnten das Bildungssystem gründen, das Ihren politischen, ideologischen und humanistischen


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