Performance Tipp

Hinter jedem Kafka steht eine starke Frau

LEXIKON : THEATER | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Mit ihrem Verein Tempora möchte Veronika Glatzner leerstehende Räume im Stadtbild bespielen, um auf dessen Verödung hinzuweisen. Besonders passend lassen sich verödete Räume mit Kafka vereinen, in diesem Fall mit seinem unvollendeten Roman "Der Prozess". Glatzner fokussiert auf die weiblichen Figuren der Geschichte von einem, der nie erfährt, warum er verhaftet wurde. Spielort ist eine seit Dekaden unveränderte Wohnung im ersten Bezirk, und damit es noch unheimlicher wird, komponiert b.fleischmann einen kafkaesken Soundtrack. Zwei Performerinnen aus Tschechien, eine aus Georgien und die österreichische Schauspielerin Julia Schranz verkörpern "K. s Frauen". Auf alle Fälle ein sehr spannender Ansatz. MP Wohnung in der Wollzeile 6-8, Do 20.00


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