Pandabär kostet Kasnockn

Zum Festival "China Magic" locken bunte Riesenlaternen. Das Spektakel ist aber so interessant wie gebratene Nudeln vom Imbissstand

DONAUINSELBESUCH: NICOLE SCHEYERER | FEUILLETON | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Der Drache sieht mickrig aus, obwohl er lang ist -laut Prospekt sogar 50 Meter. Auf den Werbefotos des Luno-Festivals oder "Festival des Lichts" auf der Donauinsel erscheint die Leuchtfigur wie ein monumentales Getier.

Beim Betreten des zwischen Brigittenauer und Floridsdorfer Brücke gelegenen Festivalgeländes von "China Magic", wo die bunten Leuchtkörper aus der Provinz Sichuan stehen, riecht es gleich nach Bratwurst. Im zentralen Bierzelt wird einerseits fades China-Food kredenzt, wie es am Schwedenplatz zum halben Preis zu haben ist, andererseits "steirische Spezialitäten" wie Kasnockn.

In China stellt das Laternenfest den finalen Höhepunkt der mehrtägigen Neujahrsfeiern Ende Jänner dar. Ein vifer chinesischer Veranstalter hat daraus ein Event gemacht, zunächst in den USA und heuer erstmals in Europa, und lockt auch mit einer Show. Am Eröffnungsabend dauert es einige Zeit, bis die im Stundentakt auftretenden Akrobaten endlich erscheinen. Die Warterei hat sich aber zunächst wenig

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