Das griechische Drama: Tsipras' Tragödie

Nikos Chilas und Winfried Wolf beschreiben klug und luzide die vergangenen sechs Jahre griechischer Politik

POLITISCHES BUCH | REZENSION: ROBERT M I S I K | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Im Jänner 2015 hat Alexis Tsipras die Wahlen in Griechenland triumphal gewonnen und ein halbes Jahr lang war er ein Hoffnungsträger der europäischen Linken. Auch nach der Wende im Sommer - als er nach einer Nacht brutaler Verhandlungen vor dem Diktat der Eurozonen-"Partner" kapitulieren musste - blieb seine persönliche Popularität hoch und die Griechen bestätigten seine linke Syriza-Partei bei den darauffolgenden Neuwahlen.

Immerhin hatten der Premier und sein Team gekämpft wie die Löwen und Tsipras neue Politgeneration hatte wenigstens Glaubwürdigkeit, was sie von allen Rivalen unterschied. Erst jüngste Umfragen zeigen, dass es mittlerweile verdammt schlecht um die Syriza-Regierung steht: Nur mehr 16 Prozent der Griechen würden sie heute wählen, die Konservativen liegen bei 24 Prozent - sofern die Zahlen stimmen. Die Griechen haben ihre letzte Hoffnung verloren.

Nikos Chilas und Winfried Wolf beschreiben in ihrem Buch "Die griechische Tragödie" fesselnd, wie es dazu kommen konnte:


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