Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Kurpark Oberlaa - Filmteich-Catering und WIG-Würstel


LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER

STADTLEBEN | aus FALTER 36/16 vom 07.09.2016

Nicht alle Parks in Wien haben einen typischen Geschmack. Der Kurpark Oberlaa schon, denn den suchten Wiener Kinder in den 70er-und 80er-Jahren auf, um hier ein Pickerl für das Wiener Ferienspiel zu ergattern -und danach gab's Würstel. Der Anblick dieses Parks mit seinen Ziegelteichen und Betonskulpturen löst seither eine Pawlow'sche Reaktion aus. Sei zumindest einmal behauptet.

Wobei man heute keineswegs mehr auf Würstel angewiesen ist, im Gegenteil, die Versorgungslage im ehemaligen WIG-Gelände darf trotz städtischer Randlage als erstklassig bezeichnet werden. Da gäbe es zuerst einmal das Don Alfredo, ein riesiges Restaurant in bedingungsloser 70er-Jahre-Architektur, monumental und in Stahl, Glas und Beton manifestiert, zwei riesige Terrassen mit den größten Markisen der Welt, Säle, eine riesige Küche mit Pizza-Ofen und Antipasti-Vitrine. Es gibt Dorade, Branzino, Oktopus, Steak, Mozzarella und was man halt so braucht, den Blick auf den Schwanensee trübt - das Riesen-Ristorante

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